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Neu ab 21. April 2022 in Bestbesetzung - Ich war alleine verantwortlich - wie Veronica Ferres ihren Mann im Managermodus durch die Krise geführt hat

Johannes B. Kerner spricht in seinem Talkformat Bestbesetzung bei MagentaTV, der TV-Streaming-Plattform der Deutschen Telekom, mit großen Persönlichkeiten unserer Zeit. In der aktuellen Ausgabe, gestreamt ab dem 21. April 2022, trifft er die durch den Kinofilm „Das Superweib“ erstmals bekannt gewordene Schauspielerin, Autorin und Produzentin Veronica Ferres (56). Heute ist Veronica Ferres eine der großen Persönlichkeiten des deutschen Kino- und Fernsehfilms sowie Theater. Damit nicht genug: Inzwischen produziert die gebürtige Solingerin mit ihrer Firma „Construction Film“ zusätzlich und hat mit „The Unforgivable“ Ende 2021 einen vielbeachteten Ausnahmefilm bei Netflix gelandet. Über ihren großen Stolz über diesen Erfolg und die Leidenschaft für die Schauspielkunst spricht Veronica Ferres bei Bestbesetzung ebenso wie über ihre Kindheit, zeigt viel Gefühl beim Gedanken an ihre erwachsene Tochter, erwähnt ihren Konflikt zwischen dem christlichen Glauben und der Institution Kirche („Der Club“) und gibt einen sehr privaten Einblick in ihre zweite Ehe mit Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer.


... über Lampenfieber
Dann sitzt du mit 30 Frauen deiner Altersgruppe und deines Typs in einem Raum auf klapprigen Ikea-Stühlen. Und dann denkst du: „Was hat die, was ich nicht habe? Kann ich das? Kann ich das wirklich? Kann ich meinen Text auswendig?“

 …über ihre Kindheit
Ich bin aufgewachsen mit meinen beiden älteren Brüdern im Kohle- und Kartoffelhaufen – war in deren Gang. Sie haben sich mit Eierkohlen im Kornfeld beworfen, ich durfte Schmiere stehen und pfeifen, wenn der Feind im Anmarsch war. Ein abenteuerliches Leben, natur- verbunden mit wunderbaren moralischen und ethischen Werten, vermittelt von unseren Eltern.

 ... über Lebensträume
Schau dir Biographien über Personen an, die nicht mit dem goldenen Löffel aufgewachsen sind und nicht gleich das leben konnten, wovon sie geträumt haben. Viele haben einen ganz besonderen Lebensweg! Ich habe immer an die Kraft der Träume geglaubt. Mich haben die Träume aufrecht erhalten in einer kleinbürgerlichen Stadt, die ich ohne Träume nicht einigermaßen unbeschadet überstanden hätte.

 …über Rebellion in der Jugend
Ich hatte so lange Haare und meine Mutter sagte: „Du darfst nicht mit offenen Haaren in die Schule gehen, das wollen wir nicht. Streng katholisch erzogen ist das nicht anständig“. Kaum war ich um die Ecke, habe ich die Haare wieder auf- gemacht. Und dann rief die Nachbarin meine Mutter an und sagte „Wissen sie eigentlich, dass sie sich die Haare auf- macht?“ Da drehst du durch als junger, kreativer Mensch, da musst du irgendwie raus. – Ich habe meiner Mutter eigentlich gar keine Chance gegeben, ich bin mit 17 Jahren abgehauen. Das war hart für sie. Aber ich hatte keine andere Chance, um mich davon zu befreien.

…über veganes Leben
Sich nachhaltig zu ernähren, hat natürlich ganz viel mit Umweltschutz zu tun. Ich kann es gar nicht mehr anders, ich kann kein Fleisch mehr essen. Ich esse kein Fisch, kein Fleisch, keine Milchprodukte, keinen Honig, und es tut mir geistig sehr gut und gesundheitlich sehr gut. Ich bin fitter, wacher, jünger, leistungsfähiger und gesünder. Ich habe nicht mehr das Gefühl, das ich meinen Körper mit tierischen Fetten belaste, die er gar nicht wirklich will. Ich bin einfach heiterer – ich wache morgens auf und bin irgendwie leichter in der Seele.

…über Mobbing
Viele Freunde kamen nicht zu uns nach Hause, denn da war ja Schmutz und Dreck. (Anmerkung: Kohle- und Kartoffelhandel) Es hieß: „Den Dreck wollen wir nicht bei uns zu Hause haben.“

…über ihre Tochter
Ich bin noch mittendrin beim Loslassen. Manchmal stehe ich im Kinderzimmer und... (schluckt)... huh. Es fällt schwer.

…wie sie Carsten Maschmeyer half
Das ist so ein bisschen wie beim kleinen Prinzen. Wenn Menschen, die mir vertraut und in meinem Umfeld sind, Probleme haben, dann lass ich alles stehen und liegen und bin für sie da. Und vor allem für meinen Lebenspartner. Ich habe mir nie diese Frage gestellt, auch nicht damals, als es wirklich ganz problematisch war. (Kerner: Auch nicht, als er dir nicht die Wahrheit gesagt hat, was die Dosierung seiner Tabletten angeht?) Nicht mit der Wahrheit herauszurücken, ist eine Verzweiflungstat – wenn du das als Krankheit begreifst. Das ist eine Sucht, eine Krankheit, die viele viele Menschen mit Schlafproblemen haben und Schlaftabletten nehmen, um überhaupt wieder entspannen zu können. Ich habe damals gesagt „Wir sind jetzt nicht mehr zusammen als Mann und Frau, aber ich werde dich da wie eine Schwester durchführen. Ob wir danach noch eine Chance haben, das werden wir dann sehen, wenn es dir wieder gut geht“ – denn ich musste mich selber schützen und einen Managermodus leben, um diesen Plan (Anmerkung: ihm zu helfen) umsetzen zu können. Ich war alleine verantwortlich für sein Leben, was hochgradig gefährdet war – das hätte auch ganz leicht anders ausgehen können.

Das ist Bestbesetzung bei MagentaTV
In Bestbesetzung trifft Johannes B. Kerner seine Gäste an deren Wunsch-Ort, mit dem sie individuelle Eindrücke und Erlebnisse verbinden. So entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die tiefe und authentische Einblicke in das Leben der Stars ermöglicht. Ein Gespräch mit Zeit für Fragen und Antworten. Gedanken und Erinnerungen können in Ruhe ausformuliert werden - ohne auf die Sendezeit zu schauen. In der Talkshow interviewt Johannes B. Kerner in jeder Episode einen nationalen oder internationalen Star aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Sport, Entertainment, Lifestyle und Gesellschaft. In der Sendung unterhält sich Kerner mit seinen Gästen über deren biografischen Werdegang und über das aktuelle Zeitgeschehen.