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Streamingstart 13. Februar 2020 um 10 Uhr - Dirk Nowitzki spricht bei MagentaTV - über seine Zukunft, Kids, Amerika und sein Experiment vegan zu essen

Moderator Johannes B. Kerner fühlt großen Persönlichkeiten unserer Zeit auf den Zahn. Für seine neue Talkshow „Bestbesetzung“ bei MagentaTV, dem innovativen TV-Anbieter der Deutschen Telekom, trifft Johannes B. Kerner jetzt in Dallas auf den besten deutschen Basketballer aller Zeiten, Dirk Nowitzki. Der 2,13 Meter große Ausnahmesportler beendete im April 2019 seine sportliche Karriere und genießt derzeit in seiner Wahlheimat USA ausgiebig Freizeit, viel Familie und fordert sich mit veganer Ernährungsumstellung – eine ganz besondere Freiheit, die er in 21 Jahren NBA-Profiliga nie hatte. Inmitten der Trainingshalle seiner Mannschaft Dallas Mavericks erinnert der gebürtige Würzburger (41) die emotionalen Momente seiner Karriere von Olympia als Fahnenträger 2008 in Peking bis hin zu einer Fußverletzung im ersten Spiel gegen sein Idol Michael Jordan und die berührenden Standing Ovations nach seiner nicht geplanten Abschiedstour - „Das hat mich richtig geflasht“.

Dirk Nowitzki ist kein digitaler „Freak“ und macht als Fan von „Oldschool“ bereits zwei Stunden vor dem Spiel sein Handy aus. Und was bringt die Zukunft? „One of the greatest of all times“ möchte mit dieser Entscheidung noch 1 bis 2 Jahre warten und lässt dennoch einblicken: „Es liegt nahe, dass ich mal das mache, was mein Mentor und Trainer Holger (Geschwindner) damals im 1:1 mit mir gemacht hat.“ Dieser hatte bei dem damals erst 15-jährigen Nowitzki schon früh erkannt, dass er mit seinem Talent die NBA aufmischen kann.

… Auszeit?
„Nach dem Karriereende wurde erstmal mit Pizza und Eis trainiert. War super, hat Spaß gemacht, und ich hab gleich 10 Kilo zugenommen. Da hab ich mich drauf gefreut – einfach mal den Druck weglassen, gehenlassen, keine Workouts zu machen und im Sommer zu reisen ohne irgendwelche Fitnessstudios zu besuchen.“

 … Vegane Ernährung?
„Mich hat es interessiert, wie es so einen Monat ohne Fleisch ist. Ich hab mich schonmal während meiner Karriere vegan ernährt, aber ich stand voll im Training, das hat mir nicht gefallen. Da hatte ich nicht genug Energie tagsüber. Und jetzt, wo ich nicht mehr jeden Tag Hochleistung bringen muss, wollte ich es wieder probieren – gibt es mir mehr Energie? Muss ich nicht so viel Kaffee trinken? Die erste Woche war ein bisschen schwer, aber mittlerweile geht es mir damit ganz gut. Ich vermisse Fleisch jetzt nicht unbedingt sehr. Aber die Kids haben gestern Abend Chicken Nuggets gegessen, da kribbelt es schon ein bisschen. Es ist insgesamt aber einfacher als ich dachte.“

 … Sporthighlights?
„Wenn du große Momente erlebst, sind es die kleinen, die dir dann als erstes durch den Kopf gehen – die Leute, die dich unterstützt haben, die vielen Trainingseinheiten. In der Nacht, in der wir 2011 die (NBA) Meisterschaft geholt haben, bin ich weggerannt, ich musste ein bisschen Abstand gewinnen, 5 Minuten bei mir selber sein, Sachen überlegen. Hab mich in Miami in die Umkleide gelegt und musste Revue passieren lassen. Dann war es auch wieder ok. Drei Jahre zuvor, 2008 bei dem vorolympischen Turnier in Athen hatte ich dasselbe Gefühl: als da die Zeit abgelaufen war – wir haben uns alle gefreut und umarmt – merkte ich wie ich total emotional werde und die Tränen auf einmal laufen. Ich konnte nicht mehr stoppen. Da war ich direkt in der Halle, auf dem Feld. Ich konnte da gar nichts kontrollieren.“

 … Abschiedstour?
„Die letzten Wochen waren wahnsinnig emotional – in New York im Square Garden, in Boston, das war unbeschreiblich. Ich hätte nie gedacht, dass es möglich ist, dass ich auswärts so emotionell empfangen werde. Bei einem 2-Minuten-Highlight-Video beim letzten Spiel in Sant Antonio, unserem großen Rivalen, da war ich am emotionalsten – das hat mich richtig geflasht. Respektiert war ich nicht nur dafür, was ich für die Mavs gemacht habe, sondern auch für die Liga und den Sport in der ganzen Welt. Ich wollt eigentlich gar nicht sagen, dass ich aufhöre. Aber im Nachhinein ist es super, dass es so gekommen ist.“

 … Talentschmiede?
„Mein Trainer Holger (Geschwindner) hat gesagt, für Deutschland und die Europaliga, schafft er das mit seinem Talent so, aber wenn er die NBA aufmischen will, dann muss man da jetzt schon langsam drauf hintrainieren. Dann hat das Training angefangen, hat Spaß gemacht und ging schnell vorwärts. Dann hab ich gesagt: ok, ich probiere es voll. Ich bin skeptisch rangegangen – von Natur aus – und dann haben wir Spaß gehabt, und ich merkte, das macht Sinn, was der Trainer erzählt. Ich weiß nicht, wo ich gelandet wäre, wenn ich den Holger mit 15 Jahren nicht getroffen hätte.“

 … Rückschläge?
„Ich bin eigentlich eher der Typ, der sich zurück zieht und den Kopf in den Sand steckt, und sagt, das ist mir jetzt alles zu viel. Aber irgendwie musst durch so Sachen halt durch. In jedem Leben passiert irgendwas, was du nicht geplant hast.“ 

 … Social Media?
„Ich hab ein bisschen Spaß mit den Sozialen Netzwerken, aber ich bin nicht so der Freak. Ich twitter ab und zu, Instagram hier und da, aber ich bin nicht so wie meine Mannschaftskollegen. Ich bin noch Oldschool. Ich mach mein Handy aus, wenn ich in die Halle komme, zwei Stunden vor dem Spiel. Ich will es dann nicht mehr sehen. Nach dem Spiel will ich mein Treatment haben, Abstand gewinnen und dann nehme ich mein Telefon. Aber die anderen – sobald das Spiel vorbei ist, der Coach hat seine Ansprache gemacht, sind sofort 15 Leute alle am Handy. Ich fand es eher besser damals, wo du diskutiert hast in Bussen und in der Umkleide nach dem Spiel. Aber die Zeiten sind vorbei.“

 … Aufgeben?
„Aufhören wollte ich wirklich nie. Klar, nach schweren Niederlagen ist man total am Boden zerstört, man ist frustriert, deprimiert und weiß nicht, wie man am nächsten Morgen früh aufstehen soll. Nach der Niederlage in den Finals 2006 dauerte die Phase… so 2 bis 3 Wochen, wo dir die Energie fehlt. Für mich war da die Familie immer total wichtiger Rückhalt. Meine Eltern haben mich dann wieder aufgebaut. Es ging aber auch andersrum: manchmal lief es super, hab ein super Jahr gespielt und war auf Wolke sieben und da mussten sie mich erstmal wieder zurück bringen.“

 … Kinder?
„Ich würd sagen, (sie dürfen) alles außer American Football - wegen der Körperlichkeit, der Gehirnschäden-Folgen. Wie brutal die auch teilweise schon in den Highschools trainieren... Da würde ich auf jeden Fall ein Veto einlegen. Alles andere sollen sie probieren.“  

 … Amerikaner?
„Wenn wir über lange Zeit hier bleiben, macht es schon Sinn die doppelte Staatsbürgerschaft zu haben. Im Moment hab ich nur die deutsche. Aber schaun wir mal – Kids sind hier geboren und gehen hier zur Schule, unsere nahe Zukunft liegt auf jeden Fall hier in Amerika. (Verhältnis Deutschland-USA:) Jedes Mal, wenn ich hier was erlebe, heisst es immer: super, Deutschland. Ich glaube, dass die Response hier immer sehr, sehr positiv ist auf Deutschland und ich glaube, dass wir dieses Verhältnis wieder aufbauen müssen. Wenn ich da irgendwie helfen kann, da würd mich das ziemlich freuen.“ 

 … Zukunft?
„Ich will mir ein bisschen noch die Zukunft offen lassen. Liegt natürlich nahe, hier bei den Mavs was zu machen, aber ich will diese Diskussion noch nicht haben - das machen wir in 1-2 Jahren. Da liegt auch nahe, dass ich mal sowas mache, was der Holger mit mir gemacht hat - das würd mir schon auch Spaß machen als Mentor. Ich sehe mich nie als Mannschaftstrainer, das ist nicht meine Sache, mich vor die Mannschaft hinzustellen und Motivationsreden zu halten. Aber was der Holger gemacht hat im 1:1, das würd mich schon reizen.“

Das ist „Bestbesetzung“ bei MagentaTV
In „Bestbesetzung“ trifft Johannes B. Kerner seine Gäste an deren Wunsch-Ort, mit dem sie individuelle Eindrücke und Erlebnisse verbinden. So entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die tiefe und authentische Einblicke in das Leben der Stars ermöglicht. Ein Gespräch mit Zeit für Fragen und Antworten. Gedanken und Erinnerungen können in Ruhe ausformuliert werden - ohne auf die Sendezeit zu schauen. In der Talkshow interviewt Johannes B. Kerner in jeder Episode einen nationalen oder internationalen Star aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Sport, Entertainment, Lifestyle und Gesellschaft.
In der Sendung unterhält sich Kerner mit seinen Gästen über deren biographischen Werdegang und über das aktuelle Zeitgeschehen.

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